Feuerbestattung

Sie ist inzwischen in den nördlichen Bundesländern und in größeren Städten die häufigste Bestattungsart. In Wiesloch wurde im Jahr 2008 die 50%-Marke erreicht.

Zwei Aspekte sind für die Feuerbestattung charakteristisch:

Sie setzt zum einen die Einäscherung im Krematorium voraus. Das heißt, es ist zu überlegen, ob man vor der Einäscherung eine Trauerfeier mit dem Sarg oder zu einem Zeitpunkt danach eine Trauerfeier mit der Urne und direkt anschließender Urnenbeisetzung für angemessen hält. Bei den Urnengräbern wird (wie bei Erdbestattungen) auch zwischen Reihen- und Wahlgräbern unterschieden. In Wiesloch gibt es zudem das sog. Urnengemeinschaftsfeld; in Mühlhausen, Leimen, Bad Schönborn, Leimen, Heidelberg und anderswo die Urnenwand oder das Kolumbarium.

Zum anderen eröffnet die Einäscherung die Möglichkeit besonderer Bestattungsarten, wie z.B. die Seebestattung, die anonyme Beisetzung, die Friedwald-Bestattung, die Naturbestattung (z.B. Baumbestattung, Aschestreuwiese, Bestattung in den Schweizer Bergen), die Luftbestattung oder die Pressung der Asche zu einem künstlichen Diamanten. Bei der letztgenannten Möglichkeit kann allerdings kaum von einer Bestattung gesprochen werden. Als eher „exotisch“ ist auch die sog. Weltraumbestattung zu sehen, bei der eine Kapsel mit einem Teil der Asche im Weltraum ausgesetzt wird.